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Twistringen - Sterben, Tod und Trauer sind ein Teil des Lebens und auch dank der ehrenamtlichen Hospizdienste in Deutschland kein Tabuthema mehr. Der Malteser Hilfsdienst in Twistringen lädt im Rahmen des Deutschen Hospiztages und im Vorfeld der ARD-Themenwoche zur Hospiz- und Palliativarbeit am 3. November um 17 Uhr zu einem Hospizgottesdienst mit den ‚Churchies’ in die St. Anna Kirche nach Twistringen ein.
Die Malteser treten seit über 20 Jahren in ihren stationären Hospizen und ambulanten Hospizdiensten dafür ein, dass das Leben weder künstlich verlängert noch verkürzt wird. Damit schließen die Malteser aktive Sterbehilfe ebenso aus wie die Beihilfe zum Suizid. „Wir setzen uns stattdessen dafür ein, dass Menschen in der letzten Lebensphase ein Recht auf eine angemessene palliativmedizinisch-pflegerische und hospizliche Betreuung erhalten“, erläutert Erika Thoben, Leiterin der Malteser Hospizgruppe in Twistringen.
Seit 1994 gibt es die ambulante Sterbe- und Trauerbegleitung der Malteser mit derzeit 20 Hospizhelferinnen und -helfern, die sich in einer fünfzehnmonatigen Ausbildung für ihren Einsatz in der häuslichen Umgebung und in stationären Einrichtungen vorbereitet haben. Bislang wurden rund 1.000 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet. Im März diesen Jahres wurde zusätzlich das ‚Café in spe’, ein offener Treff für Trauernde, in der Südstraße 13 eröffnet. Erika Thoben ist Pflegefachkraft für Palliativ Care. Sie informiert auch zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.
Die Malteser beraten, stehen bei, halten begleitend aus und vermitteln bei Bedarf weiterführende Hilfen, zum Beispiel eine seelsorgliche Unterstützung. „Dabei beziehen wir die Familie und das Umfeld mit ein. Wir wissen auch darum, dass wir das Leid nicht aufheben können. Unsere Begleitung soll den Tagen mehr Leben, nicht dem Leben mehr Tage geben“, so Thoben weiter.
Mehr als die Hälfte aller Deutschen haben keine Erfahrung mit Sterben, Tod und Trauer, obwohl die Gesellschaft zunehmend altert. Der Hospizgottesdienst soll ein Beitrag zur Aufklärung sein und eine Diskussion über würdevolles Sterben als gesellschaftliche Aufgabe anregen. Dazu dient auch die begleitende Fotoausstellung ‚Über Sterben und Tod’, von Nadine Stange und dem Hospizhelfer Johannes Münninghoff in der St. Anna Kirche.
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